new lounges 2010 in Karlsruhe
Vom 16. - 18.03.2010 finden die New Lounges in Karlsruhe statt Hier werden mehrere Lounges zeitgleich angeboten:
HygieniCon, GMP Lounge, Pharmatec Lounge, Facility Lounge, Wasser Lounge, Reinraum Lounge, Outsourcing Lounge.
Wenn Sie als unser Kunde Kunde - oder vielleicht bald Kunde - Interesse an einem kostenlosen Besuch haben, können Sie hier im Büro einen Registrierungscode erhalten, der Sie zu einem kostelosen Besuch berechtigt.
Nicht alles was gelbschwarz ist und fliegt, stellt auch gleich eine Bedrohung für den Menschen dar. Der schlechte Ruf der Wespen, ist auf die deutsche Wespe Vespula germanica sowie auf die gemeine Wespe zurück zuführen (Bild 2).
Bekämpfungen sollten um Schaden für Umwelt und für sich selbst zu vermeiden, durch sachkundige Schädlingsbekämpfer erfolgen. Denn im Detail, liegt die Tücke.
Wespen die nicht bekämpft werden dürfen und in der Regel auch nicht bekämpft, sondern Umgesiedelungen oder Flugbahnveränderungen unterzogen werden sind meist Artgeschützt.
Wir beraten gerne, denn eine gute Beratung ist oft ausreichend und ihren Preis wert.
Beispiele :
Im Frühjahr und Hochsommer werden Kunden mit vermeintlichen Wespenarten konfrontiert, die man in die Kategorie der Solitärinsekten einstufen muss. Sie zeigen häufig wesentliche äußere Nestmerkmale, die einzelnen Brutröhren und Nesteingänge (Bild 3).
Die absolute Harmlosigkeit und die erwiesene Nützlichkeit sollte auf jeden Fall von allen Eingriffen abhalten.
Die gesetzliche Situation verbietet alle Eingriffe sowieso!
Es ist uns nicht möglich, alle Arten zu beschreiben, wir geben lediglich Beurteilungshinweise an!
Schwebbiene
ähnlich der Schwebfliege (falsche Wespe) mit der Fähigkeit, in der Luft zu stehen und sehr rasant auf Objekte zu beschleunigen ausgerüstet.
Mauerbiene
ist meist solitär und ihre Nester in oder an Mauerwerken zu finden. Jedoch ist ein außergewöhnlich großes Spektrum an Nestbauweisen vorhanden. Ein häufiges Merkmal ist die einzelne Sie nutzt vorhandene Hohlräume von 7-9 mm Durchmesser, bautechnisch vorhanden in Reetdächern, Fugen im Mauerwerk und speziell in Fensterlüftungen.
Nester bauende Bienen, von denen in unseren Klimabereichen über 110 bekannte Arten in kommunalen Verbänden leben. Die meisten Arten fliegen in offenen Landschaften auf Magerrasen oder Brachland. Viele ihrer Arten sind von großem Nutzen, da sie effiziente Bestäuber von Nutzpflanzen sind!
Die Nester der Trug- und Zottelbienen sind morgens geöffnet und mittags nach der Sammeltätigkeit wieder verschlossen. Auffällig ist hier, dass mehr als 100 Nester in der Erde an kahlen, sandigen Stellen in Aggregationen angelegt werden
©Werner Steinheuser



Querschnitt eines Wespennestes
Deutsche Wespe (Vespula germanica) Kopfschild 3 Punkte. Gemeine Wespe (Vespula vulgaris) Kopfschild Knoten

Bilder von Brutröhre und Nesteingänge von Solitär Bienen © Werner Steinheuser
Im Raum München haben sich (laut aktuellem Bulletin Robert Koch-Institut) fünf Menschen mit Kuhpocken infiziert. Da in diesen Familien, Ratten als Haustiere gehalten wurden und diese mit dem Erreger
infiziert waren, übertrugen diese den Erreger über leichte Kratzwunden auf ihre Halter.
Mit grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Gliederschmerzen und Husten sowie Pusteln und Hautentzündungen mussten vergangenen Dezember diese Familien behandelt werden.
Erkrankt waren in München eine Mutter und ihre 16 Jahre alte Tochter sowie in Dachau eine Tochter,
ihre Mutter und deren Großmutter.
Die Tiere selbst hätten Symptome von Erkältung bis zu offenen Wunden gezeigt. Die Ratten stammten aus der gleichen Münchner Zoohandlung. Weitere Rattenhalter, die Ihre Tiere ebenfalls im Dezember dort angeschafft hatten, wurden laut RKI vorsichtshalber informiert.
Weitere Erkrankungen von Menschen sind bislang jedoch nicht bekannt.
Infektionsquelle in der Zoohandlung sollen wildlebende Nager gewesen sein.
Kleine Nagetiere gelten als natürliches Reservoir der Kuhpocken.
Bei den beiden Mädchen sei die Krankheit schwerer verlaufen als bei den noch gegen Pocken geimpften Müttern und der Großmutter.
Die Pockenimpfung hilft auch gegen eine Infektion mit allen anderen Orthopox-Viren.
Im Regelfall heile die Krankheit von selbst, bei besonders anfälligen Menschen mit Immundefekten, kann sie aber auch tödlich verlaufen. (laut RKI)
Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist zum derzeitigen Stand unwahrscheinlich.
Laut RKI wurden u.a. auch bei Menschen aus NRW Erkrankungen gemeldet, jedoch werde die Erkrankung wegen ihres seltenen Vorkommens teilweise nicht erkannt.
RKI Bulltin
Kuhpocken: Zu einer Häufung von Infektionen nach Kontakt zu „Schmuseratten" im Großraum München
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ARD Ratgeber Wohnen und Bauen gezeigt 18.11.2008
Bisher gab es nur vereinzelt Lösungen, das Eindringen von Ratten aus dem Sanitärbereich zu unterbinden.
Das Montieren von Rattenklappen an Toiletten konnte immer nur einzelne Wohnungen oder Sanitärbereiche schützen, jedoch nur die Toilettenbereiche, Wanne und Duschtassen waren absolut schutzlos!
Endlich Schluss mit den Nagern im gesamten Sanitärbereich!
Diese Rattensperre verhindert, dass Ratten über die Abwasserrohrleitungen der Sanitärbereiche in die Wohnungen gelangen, und das 100%ig.
Die Rattensperre wird in der Fallleitung im Kellerbereich eingebaut, dabei spielt es keine Rolle, wie alt die Rohre sind, 100 Jahre oder neu, Kunststoff oder Guß, einzige Voraussetzung zum Einbau ist ein Rohrdurchmesser von 100 mm.
Trichtermaße
Anschluss DIN 100 Höhe 585 mm Breite 250 mm
Die Sperre besteht aus hochwertigem Edelstahl und ist völlig wartungsfrei.
Der Einbau ist je nach Aufwand in der Regel innerhalb von 1- 5 Stunden erledigt. Wir empfehlen die Sperre nur von einem Sanitärfachmann einbauen zu lassen.
Seit dem Einbau in den Häusern in denen die Rattentrichtersperre bereits installiert wurde, sind nie wieder Ratten über die Kanalisation in die Wohnungen gelangt.
Gerne werden wir Sie persönlich oder telefonisch zu diesem Thema beraten.
Hier klicken um zum Kontaktformular zu gelangen.
Ihr Roland Schneider
Link zur Sendung des ARD Ratgeber Wohnen und Bauen
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WELT MOBIL vom 14.08.08
Invasionsbiologie
Ratten-Problem wird in Deutschland ignoriert
Es gibt kaum Säugetiere, die sich in kürzester Zeit so rasant fortpflanzen können wie Ratten:
Experten zufolge droht derzeit auch Deutschland eine Rattenplage. Doch die Gefahr wird von
offizieller Seite bisher nicht ernst genommen, obwohl die Tiere eine Reihe gefährlicher
Krankheiten auf den Menschen übertragen können.
Der Schreck wiegt etwa ein Pfund, hat einen langen Schwanz, schwarze Knopfaugen und sitzt auf der
Klobrille: Bis in die Toilette im 13.Stock eines Hauses sind Ratten aus der Kanalisation durch die
Abwasserleitung bereits geklettert. Solche Fälle sind zwar selten, aber sie kommen vor. Immerhin,
gefährdet sind Toilettenbenutzer kaum. Denn die Ratte bleibt meist nicht lange im stillen Örtchen,
sondern sucht sich rasch ein besseres Revier in der Wohnung. Gefährlich für die Gesundheit der
Menschen sind die Ratten trotzdem, schließlich können sie einige Krankheiten übertragen, sagt
Michael Faulde vom Zentralen Institut des Sanitätsdienstes der Bundeswehr in Koblenz.
Von einer Rattenplage zu sprechen – dafür ist es wohl noch zu früh. Aber Rainer Gsell, Vorsitzender
des Deutschen Schädlingsbekämpfer-Verbandes, registriert ein vermehrtes Aufkommen. Grund sei
unter anderem der milde Winter. Ob es in Deutschland eine Rattenplage gibt, ist aber, so Faulde,
Experte für Infektionen, die von Tieren auf Menschen übertragen werden, noch nicht klar. Anders als
in Frankreich, wo die Behörden der Hauptstadt wachsende Rattenpopulationen befürchten und die
Einwohner von Paris deshalb auffordern, gegen die flinken Nagetiere vorzugehen, werden Ratten
hierzulande von offizieller Seite weitgehend ignoriert, beklagt Michael Faulde. Verlässliche Angaben
zur Zahl der Ratten in deutschen Städten gibt es nicht, ebenso wenig welche zu den von ihnen
übertragenen Krankheiten.
Die Pest ist wohl die bekannteste von Ratten übertragene Krankheit. Der Erreger, das Bakterium
Yersinia pestis, löst in Ratten eine ähnlich schwere Krankheit wie beim Menschen aus. Stirbt eine
infizierte Ratte, suchen sich ihre Flöhe eine andere Ratte und übertragen dabei die Infektion. Rasch
bricht die Rattenpopulation zusammen, und die Flöhe müssen sich einen anderen Wirt suchen: Der
Mensch kommt da gelegen, lebt er doch meist in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Nagern. Die
letzte große Pestepidemie traf 1994 die indische Millionenstadt Surat. Damals schlossen die Behörden
des Landes die Häfen, um zu verhindern, dass Schiffe mit infizierten Ratten als blinde Passagiere an
Bord andere Länder erreichen konnten.
Obwohl Yersinia pestis zum Beispiel von nordamerikanischen Präriehunden, Murmeltieren und
anderen Arten leicht auf Ratten überspringen kann, sieht der Parasitologe Peter Kimmig von der
Universität Stuttgart-Hohenheim für die Menschen in Mitteleuropa kaum Gefahren: „Pestinfektionen
lassen sich mit modernen Antibiotika gut behandeln“, erklärt der Spezialist, der bis vor Kurzem beim
Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg für Krankheiten zuständig war, die von Tieren auf
Menschen übertragen werden.
Infektionen mit Leptospiren
Als Entwarnung aber will Peter Kimmig die guten Behandlungsmöglichkeiten der Pest keineswegs
verstanden wissen. Denn Ratten übertragen eine ganze Reihe weiterer Krankheiten, und das
keineswegs nur in armen Ländern. Da gibt es zum Beispiel die Leptospiren genannten Bakterien, die
bei starker Vergrößerung einem Korkenzieher ähneln. 60 bis 70 Infektionen mit diesem Erreger
werden den deutschen Gesundheitsbehörden jedes Jahr bekannt.
Ursache sind Ratten, die Leptospiren mit ihrem Urin ausscheiden. Und da Ratten nahezu überall
Urintröpfchen hinterlassen, um ihr Revier zu markieren, finden sich die Erreger praktisch überall dort,
wo eine Ratte in letzter Zeit vorbeigekommen ist. Betroffen sind dann vor allem Menschen, die dort
arbeiten, wo häufig Ratten vorbeikommen. „Zum Beispiel auf Erdbeerfeldern, weshalb sich auch der
Name Erdbeerpflücker-Krankheit eingebürgert hat“, so Michael Faulde.
In Baden-Württemberg starben vor einigen Jahren zwei Menschen an einer solchen Leptospirose, mit
der sie sich an einem Baggersee in der Nähe der Universitätsstadt Tübingen infiziert hatten. Diese
Krankheit beginnt meist ähnlich wie eine Sommergrippe. Allerdings setzen die Erreger sich gern in der
Niere und in der Leber fest und führen dort zu Entzündungen. Als Peter Kimmig und seine Mitarbeiter
nach dem zweiten Todesfall ausrückten und am Baggersee etliche Ratten einfingen, konnten sie die
Quelle dieser Infektion rasch nachweisen: Jeder zehnte dieser Nager schied Leptospiren aus.
Um an diesem Baggersee die Rattenpopulation und damit das Infektionsrisiko zu verringern, ordneten
die Behörden nicht nur die Bekämpfung der Ratten an, sondern ließen auch Mülleimer aufstellen.
Herumliegende Abfälle gibt es nun kaum noch, für die Nager ist der Badesee uninteressant geworden.
Ratten scheiden Hantavirus mit dem Urin aus
Wie viele andere Nagetiere scheiden auch Ratten mit ihrem Urin unter Umständen Hantaviren aus.
Auch diese Erreger machen Sommergrippe-ähnliche Symptome, und das gar nicht so selten: 1670
Hantavirus-Infektionen wurden 2007 den deutschen Behörden gemeldet, berichtet Bundeswehr-
Spezialist Michael Faulde. „1100 dieser Fälle traten allein in Baden-Württemberg auf“, ergänzt Peter
Kimmig. Da solche Infektionen aber gern mit einer richtigen Sommergrippe verwechselt werden, dürfte
die Dunkelziffer recht hoch sein. Allenfalls zehn Prozent aller Fälle werden wohl gemeldet, schätzt
Michael Faulde. Damit dürfte diese Infektion ziemlich häufig sein.
Übertragen werden in Deutschland allerdings in 98 Prozent aller Fälle Hantaviren vom Puumala-Typ.
Träger sind keine Ratten, sondern Rötelmäuse. Diese Nagetiere wiederum bevorzugen Laubwälder,
wie sie in Baden-Württemberg häufig vorkommen. Und da einen milden Winter besonders viele
Rötelmäuse überleben, ist schnell erklärt, warum nach dem extrem milden Winter 2006/07 besonders
viele Infektionen im Südwesten Deutschlands auftraten.
Genau wie Leptospiren setzen sich auch die Puumala-Erreger in der Niere fest, verschwinden aber
von dort nach einiger Zeit wieder. Daher gilt diese Infektion als vergleichsweise harmlos. Erheblich
schwerer verlaufen dagegen Infektionen mit dem Seoul-Typ der Hantaviren. Der kommt bisher zwar
nur in Asien sowie als nahe verwandter Dobrava-Typ auf dem Balkan vor, wird aber nicht von
Rötelmäusen, sondern von Ratten übertragen. Ratten aber können mit jedem Containerschiff aus
Asien in deutschen Häfen anlanden, Kontrollen auf Nagetiere gibt es dort keine, erklärt Michael
Faulde.
Niemand weiß, ob die Erreger bereits angekommen sind
Die Tür für Erreger, die in anderen Kontinenten von Ratten übertragen werden, steht also weit offen.
Ob solche Erreger allerdings bereits in Deutschland angekommen sind, weiß niemand, weil die Ratten
hierzulande eben nicht beobachtet werden.
Ganz anders ist die Situation dagegen in England. Dort kontrollieren die Behörden vielerorts recht
genau und erhalten zum Teil alarmierende Ergebnisse: In fünf bis zehn Prozent der Gebäude in
Großstädten wie London leben demnach neben Menschen auch Ratten. Diese Nager wiederum
tragen diverse Erreger von Q-Fieber bis zu Listerien in sich. In einer von 20 englischen Ratten fanden
die britischen Forscher zum Beispiel den Cholera-Erreger.
Genau wie in England könnte die Situation eventuell auch in Deutschland sein, befürchtet Michael
Faulde.
Hier wie dort kippen viele Menschen längst ihre Lebensmittelabfälle in die Toilette. Von dort werden
sie in die Abwasserkanäle geschwemmt, in denen längst eine der beiden Rattenarten lebt, die in
Mitteleuropa vorkommen: Während die Hausratte Rattus rattus ursprünglich ein Baumbewohner war,
daher von Natur aus wasserscheu ist und vor allem in warmen Getreidespeichern lebte, ist die
Wanderratte Rattus norvegicus eine echte Wasserratte, die sich auch in stinkenden Abwässerkanälen
überaus wohlfühlt.
Die Abwasserkanäle mit den vielen Speiseresten kommen der Wanderratte daher wohl wie eine Art
Paradies vor. Wie auf einer Autobahn erreichen die Tiere von dort auch die Häuser, in denen sie
eventuell Krankheitserreger auf den Menschen übertragen können. Ob das tatsächlich der Fall ist,
weiß in Deutschland mangels Untersuchungen allerdings niemand, beklagt der Bundeswehr-Spezialist
Michael Faulde.
Solche Analysen wären seiner Meinung nach dringend notwendig. Würden sie eine Gefahr zeigen,
könnten die Ratten bekämpft werden. Früher nahm man dazu Strychnin, an dem die Tiere rasch
sterben. Trotzdem brachte Strychnin kaum durchschlagende Erfolge, weil an den mit dieser Substanz
vergifteten Getreideködern normalerweise nur unerfahrene, junge Männchen knabbern, die in der
Rattenhierarchie weit unten stehen. Fallen diese Vorkoster tot um, machen die älteren Ratten einen
großen Bogen um die Giftköder. Schädlingsbekämpfer verwenden heute daher Cumarin genannte
Gifte, die zum Beispiel im Waldmeister vorkommen. Diese blockieren die Blutgerinnung und lassen die
Vorkoster erst nach 36 bis 72 Stunden an inneren Blutungen eingehen. So lange aber gedulden sich
auch die erfahrensten Wanderratten nicht und fressen ebenfalls die tödlichen Köder.
Auch wenn so eine Rattenpopulation in einem kleineren Gebiet erfolgreich ausgelöscht werden kann,
bleibt eine Region nie lange rattenfrei: Wo es Nahrung für Ratten gibt, da kommen schnell neue aus
der Nachbarschaft. Zudem gibt es bereits Meldungen, dass Ratten gegen die Gifte resistent werden
Biomüllbeutel begünstigen Vermehrung der Rattenpopulation – Taubenschläge bewähren sich
Ratten. Intelligente Tiere, aber für Menschen auch Schädlinge. Dass die Rattenpopulation in Aalen nicht überhandnimmt, dafür sorgen Stadtverwaltung und Kammerjäger. „Mit Erfolg“, wie Stadtsprecherin Uta Singer versichert.
Aalen. „Wir haben die Population von Ratten im Griff", meint Singer. In Aalen rücke man Ratten regelmäßig mit Ködern zuleibe. Der Bereich um den Bahnhof, der Marktplatz oder an der Bohlschule seien neuralgische Punkte in der Innenstadt, an denen Ratten geködert würden. „Das funktioniert", sagt sie. Zudem habe sich das „Meldesystem" bewährt. Wer eine Ratte entdeckt, sollte dies bei der Stadtverwaltung melden, von dort würden dann Maßnahmen getroffen. Lebt die Ratte auf dem Grundstück ihres Entdeckers, ist dieser sogar zur Meldung verpflichtet.
Ansonsten könne das als „Störung der öffentlichen Ordnung" gewertet werden, weiß Schädlingsbekämpfer Günther König. „Kein gravierendes Problem" in der Aalener Innenstadt stellten Ratten derzeit dar, meint auch er. Alle Hände voll zu tun hat er dennoch. In zirka 20 Prozent seiner Aufträge gehe es um Ratten, schätzt er. Kanalisation, Grünanlagen, Gewässer und Wertstoffcontainer seien die Einsatzschwerpunkte.
In der Kanalisation fühlten sich Ratten wie im Paradies. „Das Wasser dort ist warm. Bade-, Dusch- oder Spülwasser. Außerdem kippen Menschen immer noch Speisereste in die Toilette. Genug Futter, angenehme Temperaturen", sagt König. Manche Kanäle in der Stadt seien regelrechte „Ratten-Highways", vor allem nahe am Kocher. Überraschend dabei: „Ratten sind reinliche Tiere. Nur wenn eine gerade aus dem Kanal kommt, hat sie ein schmutziges Fell".
Rücken König und sein Team aus, wird zunächst in der Kanalisation nach Spuren von Ratten-Urin gesucht. UV-Leuchten machen diesen sichtbar. Oberirdisch fahnden die Schädlingsbekämpfer dann nach Rattenbauen. „Das sind etwa tennisballgroße Löcher - eines oder mehrere", erklärt König. Sind diese entdeckt, werden dort Rattenköderboxen ausgelegt. Nun wird täglich geprüft, ob der vergiftete Köder angefressen wurde und im Umkreis nach toten Tieren gesucht.
Erst wenn der Köder unberührt bleibt, wird das Prozedere beendet. Dies kann Wochen dauern, informiert König. Ratten sind intelligent, weiß König. Oft werde eine quasi zum Fressen vorgeschickt. Die meisten Rattengifte wirken daher schleichend. Zudem muss König die Wirkstoffe regelmäßig wechseln, weil Ratten innerhalb weniger Generationen Resistenzen entwickeln können.
Das Zahlenverhältnis zwischen Menschen und Ratten liege in Städten wohl bei 1:1, meint König. „Wird eine Ratte gesichtet, sind meist mehr in der Nähe." Ratten lebten nämlich fast immer in einem engen Familienverbund von sechs bis zehn Tieren.
Hierzulande trete fast einzig die Wanderratte auf und die lasse sich dort nieder, wo sie günstige Lebensbedingungen vorfinde, sagt König. Gerne auch im Garten. „In Komposthaufen, auf denen nicht ausschließlich Grünschnitt oder Laub, sondern auch Küchenabfälle verrotten, finden Ratten in der lockeren Erde ideale Bedingungen", warnt König. Dagegen schütze auch kein Komposter aus Kunststoff. „Die Ratten nagen das Plastik einfach durch", sagt König.
Eine Zunahme der Rattenpopulation hat König seit Einführung der GOA-Biobeutel festgestellt. Die sind für ihn ein „Unding, das es nur auf der Ostalb gibt und sonst nirgendwo auf der Welt". Manche Ratten lauerten regelrecht auf den Tag der Abfuhr und flitzten dann aus den Kanälen, um sich den Inhalt der Säcke zu schnappen. Er plädiere seit langem für „Grüne Tonnen mit Deckel", stoße aber bei der Landkreisverwaltung bislang leider nur auf taube Ohren.
Falsch sei es zu meinen, wo Ratten hausen, lebten „Schlamper", bittet er Betroffene, keine falsche Scham zu zeigen, sondern aktiv gegen den Nager vorzugehen. „Vertreiben, sich aber auf keinen Fall auf einen Kampf mit einer Ratte einlassen", empfiehlt er, denn Ratten könnten zahlreiche Krankheiten, vor allem das Hanta-Virus, übertragen.
Ratten mit der Schnappfalle ködern
Bei der Vertreibung der Wanderratten gibt es zwei Wege. Fangen oder den Tieren dauerhaft die Nahrungsgrundlage entziehen. „Bei den Stadtwerken kann sich jeder Köderboxen, das nötige Material und ein Infoblatt holen", sagt König. Typisches Mittel der ersten Wahl sei eine Rattenschnappfalle.
Diese dürften im Freiland aber nicht eingesetzt werden, weil sie andere Tiere verletzten kann. Doch Vorsicht: Die Schnappfalle kann auch Fingerknochen brechen, warnt König. Eine einzelne, tote Ratte dürfe - gut verschnürt in einem Plastiksack - in der GOA-Hausmülltonne entsorgt werden, informiert er.
Wem dies zu eklig ist, der ruft den Profi. Tarife der Schädlingsbekämpfer seien vom Stundenlohn her mit denen von Handwerkern vergleichbar, sagt König. Ein Einsatz dauere meist zwischen 30 und 60 Minuten. Hätten Ratten bereits das Haus, speziell eine Vorratskammer, aufgesucht, könne ohnehin nur der Profi weiterhelfen. „In solchen Fällen müssen die betroffenen Räume komplett desinfiziert werden", weiß König.
Wie lange dauert es, bis der lästige Nager vertrieben ist? „Unterschiedlich. Ich hatte schon Fälle, da waren nach zehn Minuten alle Ratten in der Falle. Es gab aber auch schon so schlaue Ratten, da waren wir wochenlang beschäftigt", meint König, der seine Arbeit ernst nimmt.
„Ich bin Tierliebhaber und habe immer Skrupel, ein Tier zu töten. Dies geschieht auch nur, wenn Gefahr für Menschen oder hoher Sachschaden droht", sagt er.
© Schwäbische Post 22.09.2008
Ausgerechnet beliebte Naturstoffe wie Pyrethrum, Lavendelextrakt und Teebaumöl werden wohl von der Palette der in Europa zugelassenen Schädlingsbekämpfungsmittel verschwinden. Dasselbe gilt für Rapsöl, Leinöl, Ameisensäure und Kaliseife. Diese Substanzen finden sich auf einer Liste von mehr als 100 Wirkstoffen, die die EU-Kommission in diesen Tagen vorgelegt hat.
Für sie hat sich bislang kein Unternehmen gefunden, das ihre Zulassung nach der Europäischen Biozid-Richtlinie betreiben will.
"Die Biozidgesetzgebung sollte dazu führen, dass risikoreichere durch risikoärmere Stoffe abgelöst werden. Die Anforderungen wurden allerdings so hoch geschraubt, dass im Endeffekt nur die profitabelsten übrig bleiben", erklärt dazu die Biozid-Expertin des IVA, Regina Fischer.
Naturstoffe werden meist in kleinen Mengen verarbeitet und überwiegend von mittelständischen Betrieben. Diese schrecken vor dem hohen finanziellen Aufwand des Zulassungsverfahrens zurück, weil absehbar ist, dass sie die Ausgaben nicht wieder erwirtschaften können. Denn für Naturstoffe müssen Eigenschaften und mögliche Nebenwirkungen auf Mensch und Umwelt genauso gründlich erfasst werden wie für synthetische Substanzen. Für ein komplettes Datenpaket sind Kosten von mehreren Millionen Euro anzusetzen.
Für die Bearbeitung des Dossiers durch die Behörden werden zusätzlich Gebühren von mehr als 100.000 Euro fällig.
Link: http://www.chemie.de/news
Mitarbeiter des Fachbereiches Umwelt, Natur und Landschaftspflege der Kreisverwaltung Paderborn geben einen Aufruf heraus, in diesem Aufruf wird die Bevölkerung auf folgendes hingewiesen:
sollte jemand in den letzten Monaten Fächerahornbäume in einer Gärtnerei oder in einem Supermarkt erworben haben, dieser bitte die Pflanzen mehrmals wöchentlich auf Anzeichen eines Schädlingsbefalls hin untersuchen möge.
Spuren die auf einen Befall hindeuten sind:
Spuren von Bohrspänen, Ausbohrlöcher oder aber ausgewachsene Käfer.
Sollten diese Anzeichen vorhanden sein bzw. festgestellt werden, wird angeraten den kompletten Baum inklusive Topf und Wurzel in einem luftdicht verschließenden Sack (Müllsack ) zu verstauen und den Befall dem zuständigen Landesbetrieb Wald und Holz NRW unter folgender Rufnummer 02276-885740 oder dem zuständigen Fachbereich Umwelt, Natur und Landschaftspflege der Kreisverwaltung Paderborn unter folgender Rufnummer 05251-308131 zu melden.
Für Fragen steht Ihnen die Landwirtschaftskammer NRW unter der Rufnummer 0228-7032120 zur Verfügung.
Sollten Käfer gefunden werden, sollten diese bitte unter gar keinen Umständen in die Natur entlassen werden, da diese sich sonst weiter ausbreiten und heimische Bäume befallen können.
Ludwig Feyertag GmbH • Nördliche Hauptstraße 39 • 69469 Weinheim • Tel: +49 (6201) - 13158 • Fax: +49 (6201) - 67579 • info@feyertag-gmbh.de